Kiste, aka Einlöttrafo, Teil 2

Schaltnetzteil als Einlöttrafo – so habe ich es gemacht

Warum kaufe ich keinen „fertigen“ Einlöttrafo?

Lange Zeit habt Ihr nichts von mir gehört. Der Sommer war aufregend, abwechslungsreich und sehr zeitintensiv. Nun habe ich mir selbst in den A…(llerwertesten) getreten und löse die Geheimnisse um die Kiste für alle auf. Einige richtige Ideen waren ja schon dabei.

Auf der Suche nach Einlöthilfen für die Mittelwände stolperte ich immer wieder über fertige, gute und universell einsetzbare Lösungen. Was mir bei all diesen Lösungen missfiel, war der Preis. Ich brauche keine Umschaltung für diesen und jenen Draht. Ich verwende immer das gleiche Material. Und falls doch mal ein anderer Draht eingesetzt werden sollte, muss ich den Widerstand messen und die optimale Verdrahtung und das optimale Lötverfahren finden. Machbar.

Ein Ausmessen eines meiner klassichen Rähmchen ergab einen elektrischen Widerstand von ca 3Ω. Somit war das bei einem großen Online-Elektronikversand verfügbare Schaltnetzteil mit einem Ausgang von 15V und etwas mehr als 3A die erste Wahl für mein Vorhaben. Der Preis lag deutlich unter 20€. Kabel habe ich zuhause zuhauf herum liegen. Was ich als zusätzliches Feature haben wollte, ist ein Fußschalter, der als Taster nur dann Spannung auf das Netzteil und die Klemmen gibt, wenn man diesen betätigt. Auch bei kleinen Spannungen sollte man vorsichtig sein und die Risiken minimieren.

Erster Einsatz des Einlöttrafos

Nachdem die Kabel für die Spannungsversorgung und den Niederspannungsausgang angeschlossen waren, gab es natürlich einen ersten rudimentären Test. Die elektrischen Bestandteile lagen hierbei, wie auf den Fotos zu sehen, noch auf dem Tisch herum.

Das Schaltnetzteil hat ausreichend Leistung, um eine Mittelwand zuverlässig innerhalb weniger Sekunden einzulöten. Schneller schmilzt das Wachs, wenn man nur die halbe Drahtlänge beaufschlagt (is klar, halber Widerstand, doppelter Strom) ABER: wenn das Schaltnetzteil an die Leistungsgrenze kommt, schaltet es ebenfalls den Ausgang ab und man wartet und wartet und wartet… Glücklicherweise signalisiert eine LED auf der Platine, wenn das Teil abschaltet.

Nächste Ausbaustufe

Um mit der Lösung Marke Eigenbau auch sinnvoll arbeiten zu können, habe ich das Ganze mit einigen Komfortverbesserungen in meinen Arbeitsplatz integriert. Fotos und die Beschreibung kommen im nächsten Artikel in wenigen Wochen.

Hier findet ihr eine kleine (redaktionell nicht perfekte) Anleitung: DOWNLOAD

Danke für euer Feedback und für das Ausprobieren. Denkt daran, dass unqualifizierte Arbeiten an elektrischen Einrichtungen zum Tod führen können. Wenn ihr nicht weiter wisst, fragt jemanden, der sich damit auskennt. Ich habe diesen Beruf auch einmal gelernt.

Schönes Wochenende an alle! Auf mich wartet der Honigwein. In einigen Wochen sollte er abfüllbereit auf den Weihnachtsmärkten stehen. 🙂

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Was hat diese Kiste mit der Imkerei zu tun?

Hallo zusammen! Nun bin ich in meiner einjährigen Imkerkarriere auf vielfältige Menschen gestoßen. Erfahrene Imker, Jungimker; alle haben Erfahrungen und Meinungen. Bei der Frage, welches Equipment man unbedingt haben muss, um mit der 01_Einloettrafo_blankImkerei zu beginnen, gibt es auch unterschiedlichste Meinungen. Entweder man kauft sich fertige Lösungen (die meistens etwas teurer sind) oder man macht sich Gedanken, wie das Benötigte kostengünstig und effektiv erschaffen werden kann. Im Aufbau meiner eigenen Imkerei spielt dieses Kästchen hier eine relevante Rolle, die ich euch in den nächsten Tagen gern näher bringen möchte. Die Entwicklung vom „nackten“ Elektronikkasten  hin zu einem Accessoire, welches nützliche Dienste mit einer Reihe an Komfortfeatures bietet, bekommt ihr hier. Die komplette Bauanleitung mit Stücklisten usw. wird es im letzten Teil dieses Blogs als PDF zum Download geben.

Am Ende möchte ich gern wissen: Wie findet ihr die Box? Was würdet ihr anders machen? Was gefällt euch?

Seid gespannt auf das Endprodukt. Bis später!

More than honey?

Nachdem ich am Wochenende beim Imkerkurs in Weimar wieder auf das Thema gestoßen wurde, möchte ich hier einmal auf den wunderbar traurigen Film „More than honey“ verweisen. Ich habe diesen Film auf Empfehlung meiner Frau gesehen, nachdem ich mich bereits für die Bienen entschieden hatte. Es war total verstörend, die unterschiedlichen Arbeitsweisen mit den Tieren im Kontrast zu sehen. Ich persönlich habe mich entschieden, die Bienen als Lebewesen zu sehen und ihnen möglichst gute Bedingungen zu schaffen, um sich zu entfalten und sich zu entwickeln.

Ich werde in den nächsten Tagen mein zweites Bienenvolk bekommen und die unterschiedlichen Erfahrungen, die uns Jungimkern im Imkerkurs im Deutschen Bienenmuseum in Weimar vermittelt wurden, für mich und meine Tiere anzuwenden.

Wer ebenfalls mit dem Gedanken spielt, sich Bienen zuzulegen oder jemanden für den Erfahrungsaustausch unter Anfängern sucht, stehe ich mit den bisher gesammelten Erfahrungen gern zur Verfügung.

Auf ein bald beginnendes Frühjahr mit guter Tracht und fleißigen Bienchen!

Euer Alex (https://saalelandimker.wordpress.com)